Elektrische Verschattung: Mehr Komfort, besseres Licht und intelligente Tageslichtsteuerung
- 10. Aug.
- 5 Min. Lesezeit

Große Fensterflächen, offene Raumkonzepte und möglichst viel Tageslicht prägen die moderne Architektur. Was optisch attraktiv ist, bringt allerdings auch Herausforderungen mit sich: direkte Sonneneinstrahlung, Blendung an Bildschirmen, unerwünschte Einblicke und ein erhöhter Wärmeeintrag können den Komfort deutlich beeinträchtigen.
Eine elektrische innenliegende Verschattung bietet hier weit mehr als nur die Möglichkeit, einen Raum abzudunkeln. Richtig geplant und in die Gebäude- oder Lichtsteuerung integriert, wird sie zu einem wichtigen Bestandteil des Raumkonzepts.
Besonders intelligente Systeme wie die automatisierten Verschattungslösungen von Lutron ermöglichen es, Tageslicht, Kunstlicht und Verschattung aufeinander abzustimmen.
1. Tageslicht nutzen statt einfach nur aussperren
Eine gute Verschattung hat nicht die Aufgabe, Tageslicht vollständig aus dem Raum fernzuhalten. Vielmehr geht es darum, genau die richtige Menge natürlichen Lichts zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen.
Elektrische Rollos können stufenlos positioniert und damit wesentlich präziser eingestellt werden als eine manuell bediente Verschattung.
Das ist besonders interessant für Räume mit großen Glasflächen.
Im Büro kann direkte Sonneneinstrahlung auf Bildschirme reduziert werden, ohne den Raum unnötig abzudunkeln.
In Hotels kann der Gast zwischen Tageslicht, Privatsphäre und vollständiger Verdunkelung wählen.
Im privaten Wohnbereich lassen sich Lichteinfall und Sichtschutz komfortabel an Tageszeit und Nutzung anpassen.
Bei entsprechenden Lutron-Systemen kann die Verschattung sogar automatisiert auf den Sonnenstand reagieren. In Verbindung mit beispielsweise Athena oder HomeWorks können die Rollos abhängig von Tageszeit und Sonnenposition automatisch angepasst werden. Ziel ist es, Blendung und Wärmeeintrag zu begrenzen und gleichzeitig Tageslicht und den Blick nach außen möglichst lange zu erhalten.
2. Weniger Blendung und angenehmere Arbeitsplätze
Gerade in modernen Büros entsteht häufig ein Zielkonflikt: Einerseits soll möglichst viel natürliches Licht in den Raum gelangen, andererseits darf die Sonne die Mitarbeiter am Bildschirm nicht blenden.
Manuell bediente Rollos werden in solchen Situationen häufig komplett geschlossen – und bleiben anschließend den ganzen Tag in dieser Position.
Das Ergebnis: Das Tageslicht ist ausgesperrt und gleichzeitig muss mehr künstliches Licht eingeschaltet werden.
Eine automatisierte Verschattung kann wesentlich differenzierter reagieren. Je nach Sonnenstand wird das Rollo nur so weit geschlossen, wie es für den Blendschutz tatsächlich erforderlich ist.
In Verbindung mit einer intelligenten Lichtsteuerung entsteht daraus ein gesamtheitliches Tageslichtkonzept: Verschattung und künstliche Beleuchtung reagieren gemeinsam auf die jeweilige Raumsituation.
Lutron Steuerungen wurden dafür entwickelt, Beleuchtung und automatisierte Verschattung innerhalb eines Systems miteinander zu kombinieren.
3. Komfort, den man schnell nicht mehr missen möchte
Der offensichtlichste Vorteil einer elektrischen Verschattung ist der Bedienkomfort.
Statt jedes Rollo einzeln von Hand zu bedienen, können mehrere Verschattungen gemeinsam gesteuert werden – beispielsweise über:
Bedienstellen im Raum
Fernbedienungen
Apps
definierte Szenen
Zeitprogramme
zentrale Gebäudesteuerungen
Automatisierungen
Der eigentliche Vorteil entsteht jedoch durch die Verbindung mit anderen Funktionen.
Ein Beispiel aus einem Konferenzraum:
Mit der Szene „Präsentation“ wird nicht nur das Licht angepasst. Gleichzeitig können die Rollos auf eine definierte Position fahren, um Reflexionen auf dem Display zu vermeiden.
Bei „Meeting“ öffnen sich die Rollos weiter und mehr Tageslicht gelangt in den Raum.
Bei „All Off“ schaltet sich das Licht vollständig aus und die Verschattung wird in eine zuvor definierte Position gefahren.
Die Verschattung wird damit Bestandteil des Bedienkonzepts und nicht zu einem separaten technischen System.
4. Ein besonderer Vorteil von Lutron: Licht und Verschattung aus einem System
Genau an diesem Punkt unterscheiden sich professionelle Verschattungssysteme von einer einfachen motorisierten Rollo-Lösung.
Lutron entwickelt sowohl Lichtsteuerungen als auch automatisierte Verschattungssysteme. Dadurch lassen sich beide Bereiche gemeinsam planen und steuern.
Mit Systemen wie Athena für gewerbliche Anwendungen oder HomeWorks für hochwertige Wohngebäude können Beleuchtung, Bedienstellen und Verschattung miteinander verbunden werden.
Das ermöglicht beispielsweise Szenen wie:
Arbeiten: angenehmes Beleuchtungsniveau und optimierte Position der Verschattung.
Präsentation: reduzierte Beleuchtung und geschlossene oder teilweise geschlossene Rollos.
Abend: warme Lichtstimmung und mehr Privatsphäre.
All Off: Beleuchtung ausschalten und Verschattung automatisch in die gewünschte Position fahren.
Gerade bei größeren Gebäuden reduziert ein durchgängiges Bedienkonzept außerdem die Anzahl unterschiedlicher Systeme und Bedienoberflächen.
5. Leise und synchron – besonders wichtig bei großen Fensterfronten
Bei einer einzelnen Verschattung fällt es kaum auf. Bei fünf, zehn oder zwanzig nebeneinanderliegenden Rollos dagegen sofort:
Fahren die Rollos unterschiedlich schnell oder bleiben die Abschlussleisten auf verschiedenen Höhen stehen, wirkt eine hochwertige Glasfassade schnell unruhig.
Lutron legt deshalb besonderen Wert auf eine präzise und synchronisierte Bewegung.
Bei Palladiom Shades kommt beispielsweise die von Lutron entwickelte Intelligent Hembar Alignment Technology zum Einsatz. Sie überwacht die Bewegung der Rollos kontinuierlich und sorgt dafür, dass nebeneinanderliegende Verschattungen synchron ausgerichtet bleiben. Bei Palladiom gibt Lutron eine Ausrichtung innerhalb von rund 3 mm an.
Das ist vor allem bei:
großen Konferenzräumen,
Hotellobbys,
Bürogebäuden,
hochwertigen Wohnprojekten und
langen Fensterfronten
ein entscheidender gestalterischer Vorteil.
Hinzu kommt der leise Betrieb. Für Palladiom gibt Lutron einen Geräuschpegel von weniger als 35 dBA in einem Abstand von rund 90 cm an.
Gerade in Hotelzimmern, Besprechungsräumen und hochwertigen Wohnbereichen sollte Verschattung funktionieren, ohne akustisch in den Vordergrund zu treten.
6. Verschattung als Bestandteil der Architektur
Technik muss nicht zwangsläufig wie Technik aussehen.
Gerade bei hochwertigen Innenarchitekturkonzepten spielt deshalb auch die Gestaltung der Verschattung eine wichtige Rolle.
Lutron bietet eine große Auswahl unterschiedlicher Stoffe und Transparenzgrade – von lichtdurchlässigen Varianten bis zu Verdunkelungsstoffen. Bei Palladiom wird darüber hinaus bewusst mit hochwertigen sichtbaren Materialien und sehr reduzierten Halterungen gearbeitet.
Dadurch kann die Verschattung entweder möglichst dezent in die Architektur integriert oder ganz bewusst als Gestaltungselement eingesetzt werden.
Das macht solche Systeme insbesondere für Hotels, repräsentative Bürobereiche und hochwertige Wohngebäude interessant.
7. Kabelgebunden oder Wire-Free
Nicht jedes Gebäude bietet bereits die notwendigen Leitungen für eine elektrische Verschattung.
Während bei Neubauten und umfangreichen Sanierungen eine kabelgebundene Lösung häufig direkt in die Elektroplanung integriert werden kann, sind bei Bestandsgebäuden andere Lösungen gefragt.
Lutron bietet beispielsweise mit Palladiom Wire-Free eine batteriebetriebene Variante an. Dadurch können hochwertige elektrische Rollos auch dort eingesetzt werden, wo keine entsprechende Verkabelung vorbereitet wurde.
Lutron nennt für Palladiom Wire-Free – abhängig von Fenstergröße und Nutzung – eine typische Batterielebensdauer von drei bis fünf Jahren. Der Batteriewechsel ist möglich, ohne das komplette Rollo demontieren zu müssen.
Das kann besonders bei:
Renovierungen,
denkmalgeschützten Gebäuden,
hochwertigen Bestandsimmobilien oder
nachträglich modernisierten Konferenzräumen
eine interessante Alternative sein.
8. Privatsphäre genau dann, wenn sie benötigt wird
Große Fensterflächen schaffen Transparenz – manchmal allerdings mehr als gewünscht.
Elektrische Rollos ermöglichen einen schnellen Wechsel zwischen Offenheit und Privatsphäre.
In Hotelzimmern kann der Gast die gewünschte Atmosphäre per Tastendruck einstellen. In Besprechungsräumen können sensible Gespräche vor Einblicken geschützt werden. Im Wohnbereich lässt sich insbesondere am Abend schnell Privatsphäre herstellen.
Durch unterschiedliche Stoffqualitäten kann bereits bei der Planung entschieden werden, ob vor allem Blendschutz, Sichtschutz oder eine möglichst vollständige Verdunkelung benötigt wird.
9. Beitrag zu einem effizienteren Gebäudebetrieb
Automatische Verschattung kann auch Teil einer energieoptimierten Gebäudestrategie sein.
Durch das Reduzieren direkter Sonneneinstrahlung kann der solare Wärmeeintrag in einen Raum begrenzt und damit die Kühllast unterstützt werden. Dabei sollte allerdings berücksichtigt werden, dass außenliegender Sonnenschutz hinsichtlich des sommerlichen Wärmeschutzes grundsätzlich wirksamer ist als eine innenliegende Lösung.
Die besondere Stärke intelligenter innenliegender Verschattung liegt deshalb in der Kombination aus Blendschutz, Tageslichtnutzung, Komfort, Privatsphäre und automatisierter Steuerung.
Werden Verschattung und Beleuchtung gemeinsam gesteuert, kann darüber hinaus vorhandenes Tageslicht gezielt genutzt werden, anstatt Räume unnötig vollständig abzudunkeln und anschließend künstlich zu beleuchten.
Fazit: Elektrische Verschattung ist mehr als ein motorisiertes Rollo
Eine hochwertige elektrische Verschattung verbessert nicht nur den Bedienkomfort.
Richtig geplant, wird sie zu einem festen Bestandteil des Licht- und Raumkonzepts.
Sie kann:
Blendung reduzieren,
Tageslicht besser nutzbar machen,
Privatsphäre schaffen,
den Wärmeeintrag begrenzen,
Räume komfortabler machen,
hochwertige Innenarchitektur unterstützen und
gemeinsam mit der Beleuchtung automatisiert werden.
Lösungen wie die automatisierten Shades von Lutron gehen dabei einen entscheidenden Schritt weiter: Lichtsteuerung und Verschattung werden als gemeinsames System betrachtet.
Insbesondere in hochwertigen Wohngebäuden, Büros, Konferenzbereichen und Hotels entsteht dadurch ein Bedien- und Raumkomfort, der mit einzelnen, unabhängig voneinander betriebenen Lösungen nur schwer zu erreichen ist.
Sie planen eine elektrische Verschattung?
Ob Neubau, Modernisierung, Hotel, Büro oder hochwertiger Wohnbereich: Entscheidend ist, Verschattung und Bedienkonzept möglichst frühzeitig gemeinsam zu planen.
Wir unterstützen Sie gerne bei der Auswahl und Planung geeigneter Lutron Verschattungslösungen – von der einzelnen automatisierten Verschattung bis zur Integration in eine umfassende Licht- und Gebäudesteuerung.
Telefon: 03647 5248 975
Email: mail@illutrade.com





